Abschlussarbeiten & Erhebungen
Im Rahmen der Begleitforschung der Universität Oldenburg wird das Eversten Holz aus umweltwissenschaftlicher Perspektive als urbanes Ökosystem unter dem Einfluss von Klimawandel und Stadtklima erforscht. In zahlreichen und vielfältigen Abschlussarbeiten wurden Wechselwirkungen zwischen Klima, Wasser, Boden, Vegetation, Pilzen und Tierwelt untersucht und dabei sowohl Belastungen (z. B. Nährstoffüberschüsse, Trockenstress, Sturmanfälligkeit, invasive Arten) als auch Regenerationspotenziale sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass Maßnahmen wie die Entschlammung der Pferdetränke, Erhalt von Totholz, Förderung strukturreicher Waldränder sowie heimischer klimaresilienter Baumarten und Schutz alter Bäume zentrale Hebel für Biodiversität und Klimaresilienz sind. Damit liefert die Forschung eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für ein langfristig angepasstes, klimaresilientes und ökologisch stabiles Management des Eversten Holzes.
Milieustudie 2022
Im Sommersemester 2022 wurde am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg die „Milieustudie Eversten Holz 2022“ als wissenschaftliche Begleitforschung von Klimaoasen Oldenburg durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf der Erhebung weiterer ökologischer Daten zu den Themen-Schwerpunkten Boden, Wasser, Flora, Fauna und Nutzung. Die Studie vergleicht einige Ergebnisse der Milieustudie von 2010 mit heute, liefert aber auch neue Daten und Erkenntnisse.
Im Bereich Flora (Pflanzenwelt) wurde der Artenbestand erfasst und die Biotoptypen kartiert sowie die Veränderungen zu 2010 untersucht. Ebenfalls wurde die Naturnähe bewertet und eine Einschätzung der Resilienz der Waldbereiche in Hinblick auf den Klimawandel gegeben.
Im Bereich Fauna (Tierwelt) wurden die fünf repräsentativen Tiergruppen mit hoher Indikatorfunktion für offene Waldbiotoptypen erfasst und es erfolgte eine Bewertung des Gebiets als Lebensraum für geschützte und bedrohte Tierarten.
Bodentypen und Bodeneigenschaften wurden analysiert, Humusformen erfasst und eine Bodenbewertung im Hinblick auf Lebensraumfunktion sowie eine Einschätzung der Kohlenstoffvorräte und Wasser im Boden erforscht.
Hinzu wurden Umfragen zu Nutzungsansprüchen verschiedener Besucher*innengruppen durchgeführt, mit dem Ziel das Interesse am Eversten Holz zu ermitteln.
Bedeutung für die Praxis: Diese Daten bieten wertvolle Grundlagen für die geplanten baulichen Klimaanpassungsmaßnahmen und werden in die Planungen eng einbezogen. Sie liefern eine Basis für Handlungsvorschläge innerhalb der weiteren Projektausgestaltung.
Gewässerökologie der Pferdetränke
Die Pferdetränke im Eversten Holz ist das größte Gewässer im Eversten Holz und etwa 200 Jahre alt. Seit langer Zeit ist es für seinen schlechten ökologischen Zustand bekannt. Untersuchungen des Schlamms und Bodens der Pferdetränke hatten eine bedenkliche Schadstoffbelastung nachgewiesen.
Im Rahmen einer Milieustudie der Universität Oldenburg im Jahr 2022 wurde auch eine Verschmutzung des Wassers festgestellt: Die Nährstoffbelastung der Pferdetränke wurde als sehr hoch eingestuft und in der Güteklassifizierung einem sehr stark verschmutzten Gewässer zugeordnet.
Im Anschluss an die Milieustudie wurde im Rahmen eines Praxismoduls der Universität Oldenburg von Juni bis September 2023 Wasserinsekten und Wasserorganismen in der Pferdetränke untersucht, um Aufschluss über das tierische Leben in dem Gewässer zu erlangen. Im Wasser lebende Organismen liefern wichtige Hinweise auf den Zustand eines Gewässers, da bestimmte Arten als Zeigerorganismen Aufschluss über die organische Belastung geben.
Untersucht wurden Makroinvertebraten (= mit bloßem Auge erkennbare wirbellose Tiere) und Zooplankton (= frei im Wasser treibende, wirbellose Kleinstorganismen). Der Sauerstoffgehalt des Wassers war im Untersuchungszeitraum sehr niedrig – im Durchschnitt weniger als 22 %. Unter solchen Bedingungen können nur sehr robuste Tierarten überleben. Genau das bestätigte sich in den Analysen: In der Pferdetränke wurde nur eine geringe Biodiversität an wirbellosen Kleintieren nachgewiesen, darunter fast ausschließlich widerstandsfähige Arten wie Zuckmückenlarven, Wasserasseln, der Gemeine Wasserfloh und der Zweiäugige Plattegel.
Die Untersuchung der Pferdetränke im Eversten Holz zeigt, wie stark das Gewässer ökologisch belastet war. Die Ursache für diesen schlechten Zustand war ein gestörter Stoffkreislauf: Zu viel organisches Material durch starken Laubeinfall von den umstehenden Bäumen sowie Stäube und Schadstoffe, vermutlich von der nebenliegenden Straße, sorgten für eine hohe Nährstoffbelastung des Gewässers. Dies wiederum führte zu einem hohen Sauerstoffverbrauch und schließlich zu Faulprozessen im Schlamm. Der typische schwefelig-faule Geruch an der Pferdetränke war ein eindeutiges Zeichen dafür.
Mit der inzwischen abgeschlossenen Renaturierung soll die Pferdetränke wieder zu einem funktionierenden Lebensraum werden. Durch verbesserte Wasserqualität und weniger Nährstoffeintrag sollen sich künftig auch empfindlichere Arten ansiedeln – etwa Libellenlarven oder vielfältigeres Zooplankton.
Bedeutung für die Praxis: Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig die im Rahmen des Projekts Klimaoasen Oldenburg durchgeführte Maßnahme zur Entschlammung der Pferdetränke ist. Die Ergebnisse fließen außerdem in das fortwährende Monitoring der Wasserqualität der Pferdetränke nach der Entschlammung ein.
Abschlussarbeit: Sturmschäden und Waldrandökologie im Eversten Holz
Im Rahmen einer Bachelorarbeit aus dem Jahr 2024 wurde im Eversten Holz der Zustand des Waldrandes und das Auftreten der seit 1967 dokumentierten Sturmschäden systematisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Waldrand im Eversten Holz insgesamt in einem schlechten Zustand ist. Er ist oft zu durchlässig und stark vom Menschen beeinflusst, etwa durch frühere Pflanzungen, ungeeignete Arten oder Gartenmaterial, das eingetragen wurde. Dadurch geht ein Teil seiner natürlichen Schutzfunktion gegen Wind verloren.
Frühere Sturmereignisse – vor allem 1998 und 2010 – haben bereits deutliche Spuren hinterlassen. In der Analyse der Sturmschäden wurde sichtbar, dass Schäden besonders häufig an drei Bereichen auftreten: Waldrändern, Wegen und offenen Wiesenflächen.
Lücken im Waldrand und offene Strukturen wirken wie „Windkanäle“, durch die der Wind tief in den Wald eindringen kann. Dies führt zu einem wärmeren und trockneren Klima und Anfälligkeit für Stürme. Für Letzteres sind auch die beiden größeren Wiesen ein Problem. Gerade am Westrand der Wiesen sind viele Schäden in den letzten Jahrzehnten aufgetreten. Zusätzliche Faktoren wie dauerhaft nasse Böden, Lücken im Bestand oder ungeeignete Baumarten tragen zusätzlich zur Schadensanfälligkeit bei. Auch die historischen und aktuellen Pflegearbeiten spielen eine Rolle.
Insgesamt zeigt die Arbeit: Der Waldrand des Eversten Holzes braucht eine gezielte, langfristige Entwicklung, damit er seine ökologische Rolle erfüllen und den Wald besser vor Sturmschäden schützen kann.
Bedeutung für die Praxis: Erste Anpassungen in der Pflege wurden bereits getroffen: Frühere Nadelholzpflanzungen werden schrittweise entfernt und durch klimaresilientere Baumarten ersetzt, um die Stabilität des Waldes zu verbessern. Auch in die Erarbeitung des klimaresilienten Nachbepflanzungskonzeptes im Rahmen von Klimaoasen Oldenburg, werden diese Erkenntnisse einfließen. Bei der Pflege und Bepflanzung der Waldränder und Wiesenränder ergibt sich ein größerer Konflikt zwischen Denkmalschutz und Klimaresilienz.
Abschlussarbeit und Kartierung: Pilzvielfalt im Eversten Holz
Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Jahr 2025 wurde die Pilzvielfalt von Großpilzen im Eversten Holz im Herbst/Winter 2024 untersucht. Im Rahmen einer Kartierung wurde die Untersuchung im Frühjahr- und Sommerhalbjahr 2025 weitergeführt, um ein erweitertes Bild der Pilzflora über die Jahreszeiten hinweg zu erhalten.
In der Herbst-/Winter-Kartierung wurden insgesamt über 111 Pilzarten nachgewiesen, in der Frühjahr/Sommer Kartierung 56 Arten – ein überraschend hoher Wert für einen Stadtwald. Besonders häufig traten Arten auf, die totes Holz zersetzen oder symbiotisch mit lebenden Bäumen in Beziehung stehen – d.h. sie profitieren voneinander, indem sie sich z.B. gegenseitig bei der Nährstoffaufnahme helfen. Auffällig war der hohe Anteil baumparasitärer Pilze, vor allem verschiedener Hallimasch-Arten (Armillaria sp.). Ihr verstärktes Auftreten kann ein Hinweis darauf sein, dass viele Bäume des Waldes, vor allem die Buchen, unter Stressfaktoren, wie z.B. auf den Klimawandel zurückzuführende Trockenheit, leiden.
Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig Totholz für das Gebiet ist: Viele der häufigsten Arten wachsen bevorzugt auf abgestorbenen Stämmen oder Ästen. Die Bodenverhältnisse lassen sich ebenfalls gut ablesen: Die meisten der nachgewiesenen Pilzarten mit Bodenpräferenzen bevorzugen saure Standorte, was zu Bodendaten aus der Milieustudie der Universität Oldenburg aus dem Jahr 2022 passt.
Der Hauptteil der gefundenen Arten sind typische heimische Bewohner mesophiler Buchenwälder oder heimischer Mischwälder. Daneben wurden auch mehrere Neomyceten, also neu eingeschleppte Arten, gefunden – etwa der Orangerote Träuschling (Leratiomyces ceres), der Riesen-Träuschling (Stropharia rugosoannulata) und der Blauende Kahlkopf (Psilocybe cyanescens). Diese breiten sich aktuell international aus, hauptsächlich aufgrund anthropogener Einflüsse. Als mögliche Gründe für ihr häufiges Auftreten im Eversten Holz werden Klimaveränderungen und anthropogene Faktoren, wie eine Einschleppung z.B. durch die Verwendung von nicht-heimischem Holz- und Mulchmaterial genannt.
Bedeutung für die Praxis: Die erhobenen Daten tragen zur Dokumentation der standorttypischen Biodiversität und zur Bewertung der ökologischen Rahmenbedingungen des Eversten Holzes bei. Die Artenzusammensetzung von Pilzen gibt viel Aufschluss über den Zustand eines Waldes. Für das Eversten Holz lässt sich schließen, dass die Vegetation unter Trockenstress leidet und die geplanten Klimaanpassungsmaßnahmen von großer Bedeutung für den Wald sind. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung des Klimaresilienten Nachbepflanzungskonzeptes ein, indem bei der Auswahl der vorgeschlagenen Baumarten auch ihre Anfälligkeit für den Hallimasch einbezogen wird. Bei der Neuanpflanzung ist auf externes Holz-Mulchmaterial zu verzichten.
Abschlussarbeit: Vielfalt der Mykorrhiza-Pilze im Eversten Holz
Im Rahmen einer Masterarbeit aus dem Jahr 2024 wurde die Vielfalt und Zusammensetzung von Mykorrhiza-Pilzen an den Wurzeln einiger Arten von Waldunterwuchs-Pflanzen (wie Buschwindröschen, Goldnessel und verschiedenen Ehrenpreis-Arten) untersucht. Mykorrhiza-Pilze leben in enger Partnerschaft mit Pflanzenwurzeln und spielen eine wichtige Rolle für die Nährstoffversorgung, Bodenstruktur und Widerstandskraft des Waldes.
Die Ergebnisse zeigten, dass diese Pilzgemeinschaften in allen Pflanzenarten und an allen Oldenburger Standorten (Eversten Holz, Botanischer Garten, Wold) von einigen wenigen Pilzgattungen bestimmt wurden. Damit wird die ursprüngliche Annahme infrage gestellt, dass Pilze je nach Pflanzenart wirtsspezifisch auftreten.
Mit der Arbeit wurde im Eversten Holz eine für die Region typische Flora nachgewiesen, die jedoch recht verarmt ist und dem Typus des artenarmen Buchenwaldes auch im Boden entspricht. Das deutet auf einen unzureichenden Unterwuchs hin, da eine geringe Pilzvielfalt meist entsteht, wenn nur wenige Pflanzenarten vorhanden sind. Ein vielfältiger Unterwuchs würde dagegen mehr ökologische Nischen bieten und damit auch eine deutlich höhere Vielfalt an Mykorrhiza-Pilzen ermöglichen.
Bedeutung für die Praxis: Die erhobenen Daten tragen zur Dokumentation der standorttypischen Biodiversität und zur Bewertung der ökologischen Rahmenbedingungen des Eversten Holzes bei. Eine abschließende Auswertung und Zuordnung der Funde im Hinblick auf ihre denkmalpflegerische und ökologische Bedeutung soll im weiteren Verlauf des Projekts erfolgen.
Abschlussarbeiten: Artenvielfalt auf heimischen und nicht-heimischen Baumarten
Wälder leiden weltweit unter der Klimakrise, häufigeren Extremwetterereignissen und zunehmender Abholzung. Gleichzeitig gehören Wälder zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt. Gerade Arthropoden – also Insekten und andere wirbellose Tiere wie Wanzen, Läuse, Spinnen, Zikaden oder Käfer – reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen und können zeigen, wie gut ein Ökosystem aufgestellt ist. Studien belegen zudem, dass die Urbanisierung die Artenvielfalt von Arthropoden in Baumkronen verringert.
Um eine Empfehlung für den Einsatz nicht-heimischer Baumarten für klimaresilientere Waldkonzepte abzuleiten, wurden in zwei Masterarbeiten aus dem Jahr 2025 unterschiedliche heimische und nicht-heimische Baumarten als Lebensraum für Arthropoden untersucht. Dazu wurde die Anzahl und Zusammensetzung von Arthropodenarten auf verschiedenen heimischen und nicht-heimischen Ahornarten (Acer), Birkenarten (Betula) und Eichenarten (Quercus) im Botanischen Garten Oldenburg und Eversten Holz miteinander verglichen.
Bei den Birken zeigte sich, dass die Artenvielfalt der auf ihnen lebenden Arthropoden davon abhängt, wie nah die untersuchte Art mit unseren heimischen Birken verwandt ist. Bei den Ahornen war dagegen vor allem die Größe des Baumes entscheidend: Je größer der Baum, desto mehr und vielfältigere Arthropoden leben auf ihm. Bei den Eichen scheint es sich um ein Zusammenspiel diverser Einflussfaktoren wie genetischer Nähe zu heimischen Arten, artspezifischen Merkmalen und Umweltfaktoren zu handeln. Positiv wirkten sich unter anderem ein großer Stammdurchmesser und eine geringe Menge an Fressschäden an den Blättern aus.
Eine klare Empfehlung für eine bestimmte nicht-heimische Arten als gute Wirtsbaumarten ließ sich nicht ableiten. Deutlich wurde aber: Insbesondere heimische und nah mit ihnen verwandte Baumarten sollten gestärkt werden. Und große, alte Bäume sind besonders wertvoll für die Tierwelt. Ihr Schutz ist entscheidend für die Artenvielfalt.
Bedeutung für die Praxis:
Für einen historischen Wald wie das Eversten Holz bedeutet das: Die vorhandene Baumartenwahl hat direkten Einfluss auf die Tierwelt. Der Schutz alter, großkroniger Bestände ist zentral für den Erhalt der lokalen Artenvielfalt. Die dort beprobten Bäume zeigen, wie wertvoll solche alten Stadtwaldbestände sind – besonders in einer zunehmend urbanisierten Umgebung, in der Lebensräume für Arthropoden knapp werden. Die Untersuchungen unterstreichen damit, wie bedeutend die langfristige Erhaltung des Eversten Holzes als Lebensraum ist.
Abschlussarbeit: Einfluss des Stadtklimas auf den Blütezeitpunkt von Frühblühern
In einer Bachelorarbeit aus dem Jahr 2024 wurden die Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen und der Blühphänologie (also der Blühbeginn und Blühdauer) von Buschwindröschen (Anemone nemorosa) als Waldunterwuchs-Arten in Oldenburg ermittelt. Daraus sollten unter anderem Rückschlüsse auf die Auswirkungen von Urbanisierung und Urban-Heat-Island-Effekt (Wärmeinsel-Effekt) gezogen werden. Dieser bezeichnet das Phänomen, dass Städte durch dichte Bebauung, Versiegelung und Abwärme deutlich wärmer sind als ihr Umland.
Die Blühphänologie entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren: Wärme, Licht, Wasser, Versiegelung, Vegetationsstruktur. Das macht Frühblüher zu empfindlichen „Messinstrumenten“ für Veränderungen im urbanen Raum. Der Urban-Heat-Island-Effekt führt dazu, dass Frühblüher in stark urbanen Bereichen früher und länger blühen. Die Wirkung der Stadt Oldenburg als Wärmeinsel wurde im Rahmen dieser Arbeit nachgewiesen: Es zeigte sich, dass das Stadtklima Oldenburgs durch ein Zusammenspiel verschiedener Merkmale urbaner Umwelt einen nachweislichen Einfluss auf den Blütezeitpunkt von Buschwindröschen hat. Es wurde zudem eine starke Abhängigkeit der Blühphase von der Bodenfeuchte festgestellt.
Bedeutung für die Praxis: Diese Ergebnisse liefern Grundlagenwissen für zukünftige Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung und Klimaresilienz in urbanen Waldsystemen.
Invasive Arten – Chinesische Wollhandkrabbe
Während ökologischer Untersuchungen im Projekt stieß die Universität Oldenburg auf Exemplare der invasiven Chinesischen Wollhandkrabbe. Diese Art breitet sich seit einigen Jahren verstärkt in norddeutschen Gewässern – auch im Oldenburger Raum – aus und gilt als ökologisch problematisch.
Um die Funde wissenschaftlich einzuordnen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, besteht Austausch mit dem Alfred-Wegener-Institut. Darüber hinaus ist das Projekt an der internationalen Forschungsinitiative „CLANCY“ beteiligt, die Strategien zum Umgang mit massenhaftem Auftreten der Wollhandkrabbe in Flusssystemen Norddeutschlands untersucht.